FAQ – häufig gestellte Fragen

In Montessori-Schulen wird dem individuellen Lebens- und Lernweg der Kinder ein großer Raum gegeben. Das Kind selbst ist die Quelle der Entwicklung, es ist „Baumeister seiner selbst“. Um seinen eigenen Weg gehen zu können, bedarf es der Begleitung und Unterstützung der Erwachsenen. Montessori-Pädagogen schaffen in einer „Vorbereiteten Umgebung“ die individuellen Rahmenbedingungen, orientieren sich an den Kindern und helfen jedem einzelnen Kind, seinen ganz eigenen, erfüllenden Weg zu finden.

Freiarbeit ist das Herzstück der Montessori-Pädagogik. In der Freien Arbeit entscheidet das Kind, was es arbeitet, mit wem, wo und wie lange. Weil das Interesse an der Sache und der individuelle Lern- und Arbeitsrhythmus berücksichtigt werden, ist die Freie Arbeit die Zeit höchster Konzentration. Das Ziel der freien Arbeit ist selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten.

Ja, aber sie lernen auf eine andere Art. Vielfältige Erfahrungen und auch vergleichende Studien mit Regelschulen zeigen, dass Kinder und
Jugendliche in Montessori-Schulen gleich viel lernen. Sie erwerben dabei aber zusätzlich besonders hohe Kompetenzen in der Arbeitsorgansiation und in der selbstständigen Arbeit sowie in der Kooperation an gemeinsamen Arbeitsvorhaben und Projekten.
Die freie Wahl der Arbeit in der „Vorbereiteten Umgebung“ und die altersgemischte Zusammensetzung der Lerngruppen motivieren und
ermutigen Kinder, sich an Aufgaben heranzuwagen, die ältere Schüler bereits mit Freude und Stolz vormachen.

Dies gelingt durch geeignete Rahmenbedingungen: Individualisierung geschieht in Montessori-Schulen vom Kind aus durch die freie Wahl der
Arbeit und berücksichtigt das Interesse und die Motivation des Kindes. Teamfähigkeit wird durch die Bildung altersgemischter
Klassen begünstigt, in denen jedes Kind sich als ratsuchend oder helfend erleben kann. In der Freien Arbeit ist auch die Wahl
der Partner frei gestellt. Das gemeinsame Interesse an einer Arbeit lässt immer wieder neue Kleingruppen entstehen und führt zu konstruktiver Kooperation.

Unser Gehirn ist ein zeitlebens formbares Organ. Die Bedingungen, unter denen ein Kind aufwächst, sind ganz entscheidend (Gerald Hüther,
2002). Vom Kind selbst bestimmte Lernprozesse in Montessori-Schulen sorgen für optimale Lernprozesse und damit für die bestmögliche Entwicklung des Gehirns. Wichtige Kernaussagen aus Wissenschaft und Forschung fließen kontinuierlich in unsere pädagogische Definition mit
ein.

Nein. An Montessori-Schulen lernen Kinder aller Begabungsrichtungen.
Da schwerpunktmäßig auch das Lernen gelernt wird, ermöglicht dies auch in der Regel Kindern mit Lernproblemen persönliche Fortschritte und Erfolge zu erzielen.

Auch in einer jahrgangshomogenen Klasse gibt es ein hohes Maß an Verschiedenheit. Arbeiten die Kinder individuell, ist ein Arbeiten am eigenen Leistungsniveau besser möglich. Durch die Möglichkeit der Beobachtung und der individuellen Ansprache in der Freien Arbeit hat die Lehrkraft hier die Möglichkeit zu unterstützen oder regulierend einzugreifen. Das Arbeiten anderer Kinder mit weiterführenden Materialien erhöht die Leistungsmotivation der Kinder grundsätzlich, da Neugier und Interesse durch Beobachtung geweckt und gefördert werden. Zudem können andere Kinder als Ansprechpartner und Experten fungieren, wodurch sich ein höheres Maß an Vermittlungsmöglichkeiten bietet.

Nach dem Ende der Grundschulzeit wechseln die Kinder auf weiterführende Schule im näheren Umkreis. Spezielle Schwierigkeiten, die sich aus der besonderen pädagogischen Gestaltung der Montessori Schule ergeben, sind nicht zu beobachten. Die Kinder haben ja nicht nur die vom Lehrplan geforderten, sondern darüber hinaus viele zusätzliche Basisfähigkeiten erworben. Sensible Kinder können möglicherweise Schwierigkeiten von der an Grundschulen gewohnten Atmosphäre des persönlichen Vertrauens zwischen Lehrkräften und Schülern, dass bedingt durch die Größe an weiterführenden Schulen nicht möglichen ist, erleben.

Wir sind eine städtische Grundschule und dürfen demnach kein Schulgeld erheben. Montesori Schulen in privater Trägerschaft erheben oftmals ein Schulgeld, dass in seiner Höhe je nach Schule unterschiedlich hoch ausfällt.

Die Klassen werden von Lehrerinnen geleitet, die im Rahmen einer Zusatzausbildung das Montessori-Diplom erworben haben. Regelmäßig besuchen unsere Lehrkräfte Fortbildungen, um das Wissen aus dem Basiskurs zu erweitern.

Als staatliche Schule unterliegen wir den Richtlinien und Lehrplänen des Landes NRW. Doch durch unseren Weg diese Ziele zu erreichen unterscheiden sich Montessori Schulen von Regelschulen.