Maria Montessori 

Maria Montessori wurde am 31. August 1870 bei Ancona in Italien geboren.

Sie studiert Medizin an der Universität zu Rom und 1896 zur ersten Ärztin in Italien promoviert. Während ihrer Zeit als Assistenzärztin in einer psychiatrischen Klinik in Rom begann sie, sich mit Fragen des Lernverhaltens und der Lernfähigkeit von beeinträchtigten Kindern zu befassen.

Von 1887 bis 1899 hielt Maria Montessori Vorträge über Frauenemanzipation und Sozialreformen auf verschiedenen internationalen Kongressen in Europa.

1898 wurde ihr Sohn Mario geboren, den sie zunächst – bis 1913 – bei Bekannten aufziehen ließ. Mario wurde später ihr zuverlässiger und ständiger Begleiter und Organisator ihrer Bewegung.

Im Jahr 1900 übernahm sie die Leitung eines medizinisch-pädagogischen Instituts zur Ausbildung von Lehrern für beeinträchtigte Kinder mit einer Modellschule.

Nach kurzer Zeit verließ sie das Institut, um von 1902 bis 1904 in Rom Pädagogik und Anthropologie zu studieren.Von 1904 bis 1908 hielt sie selbst bereits Vorlesungen am Pädagogischen Institut der Universität Rom.

1907 eröffnete sie die erste ‚casa dei bambini’ (Kinderhaus) für drei- bis sechsjährige Kinder in einer Armensiedlung im römischen Stadtteil San Lorenzo. Sie überträgt ihre theoretischen Überlegungen in die Erziehungspraxis und beobachtet mit zunehmender Faszination, wie positiv sich eine anspruchsvoll gestaltete Umgebung auf das Lernen der Kinder auswirkt. Fortan ist es ihr Bestreben, Materialien und Methoden zu entwickeln, durch die Kinder in sensiblen Phasen, wenn sie also eine besondere Empfänglichkeit für bestimmte Lerninhalte zeigen, gefördert werden können.

Ihr erstes Buch, das sie 1909 veröffentlichte, wurde in 20 Sprachen übersetzt und fand in der ganzen Welt große Beachtung.

Maria Montessori entwickelte auf den Grundlagen ihrer Erfahrungen, Untersuchungen und Beobachtungen eigenes Lernmaterial.

Die Montessori Methode breitete sich rasch aus, nicht nur in Europa, sondern ab 1913 auch in den USA und ab 1926 in Südamerika.

1916 siedelte Maria Montessori nach Barcelona über, wo sie bis 1936 lebte.

Maria Montessori reiste unermüdlich, hielt Vorträge, schrieb Bücher und bildete auf der ganzen Welt viele hundert Lehrer aus. Leider behinderte die politische Situation Europas zwischen beiden Kriegen ihre Arbeit sehr.

1934 wurden die Montessori Schulen in Italien nach Konflikten mit dem italienischen Faschismus geschlossen.

1936 verließ sie wegen des spanischen Bürgerkrieges Barcelona und zog nach Amsterdam.

Während des 2. Weltkrieges lebten Maria Montessori und ihr Sohn in Indien im Exil.

Die beiden bildeten dort über tausend Lehrer aus.

1947 kehrte Maria Montessori wieder nach Italien zurück.

Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte Maria Montessori in den Niederlanden und immer wieder in Indien. Sie beschäftigte sich unermüdlich mit der Erziehung zum Frieden.

Ihr Menschenbild war geprägt von der Idee ‚ eines Menschen mit freier Persönlichkeit und Gespür für die Verantwortung gegenüber den Mitmenschen und der Natur.

Am 6. Mai 1952 starb sie in Nordwijk aan Zee in den Niederlanden

In diesem Jahr wäre Maria Montessori 150 Jahre alt geworden. Das wird auf der ganzen Welt gefeiert. Wir wollen uns das Feiern auch nicht nehmen lassen und in diesem Schuljahr immer wieder an den Geburtstag von Maria Montessori erinnern.

Wer mehr darüber lesen möchte. Es gibt hier den Link auf englischer Sprache.

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite vom Montessori Dachverband.